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Syrien-Konflikt: NATO und Sunniten vs. Assad und Russland

Syrien: regionale Verteilung der Kriegsparteien
Syrien:/Irak: regionale Verteilung der Kriegsparteien

Über Damaskus: Hamat und Arpad sind zuschanden geworden; denn sie haben eine böse Nachricht vernommen; sie sind fassungslos! Sie sind in ängstlicher Erregung wie das Meer, das nicht zur Ruhe kommen kann.

Damaskus ist mutlos geworden; es hat sich zur Flucht gewandt, Zittern hat es befallen, Angst und Wehen haben es ergriffen wie eine, die gebären soll.

Wie? Ist sie nicht verlassen, die gepriesene Stadt, die Burg meiner Wonne? Darum wird ihre junge Mannschaft in ihren Straßen fallen, und alle Kriegsleute sollen an jenem Tag umkommen, spricht der Herr der Heerscharen;

Jer 49,23-26

In Syrien herrscht seit 2011 Krieg. Zunächst gab es durch den sog. ‘Arabischen Frühling’ inspirierte auch zivil-wirtschaftlich motivierte Proteste,  die allerdings von außen angestachelt und mitfinanziert wurden und mit Hilfe von eingeschleusten Dschihadisten (die vom Westen euphemistisch ‘Rebellen’ genannt werden) in einen ‘Bürgerkrieg’ überführt wurden. Aber eigentlich ist das Ganze ein Stellvertreterkrieg zwischen den USA, Katar, Saudi-Arabien und der Türkei auf der einen und der syrischen Regierung, Russland, Iran und China auf der anderen Seite um die Macht über das Land und seine Ressourcen. Friedensforscher und NATO-Experte Dr. Daniele Ganser brachte das am 30.5. im München hervorragend auf den Punkt: Die US-Regierung will den – demokratisch gewählten – Staatschef Assad stürzen, weil er ihren wirtschaftlichen und geostrategischen Plänen im Wege steht. Natürlich hat sie incl. Friedens(!)-Nobelpreisträger Obama dafür kein UN-Mandat.

Die lokalen Kriegsparteien decken sich recht stark mit den beiden traditionell verfeindeten Haupt-Richtungen des Islam: auf der einen Seite die Sunniten, deren besonders strikte Vertreter auch Wahhabiten genannt werden, zu denen die Terroristen-Gruppen ‘IS’, Taliban, Al-Qaida und Al-Nusra-Front, sowie die meisten moslemisch dominierten Länder gehören, insbesondere Saudi-Arabien, die Türkei, der zentrale Irak und Ägypten, und auf der anderen Seite die Schiiten, zu denen vor Allem der Iran und der südliche Irak gehören, aber auch der Libanon mit der Hisbollah, die Palästinenser und die schiitische Sondergruppe der Aleviten, zu denen auch die Oberschicht Syriens inklusive der Assad-Familie zählen. Einen ethnischen Spezialfall stellen die Kurden dar, die im Dreieck Irak, Syrien und Türkei leben, aber denen man einen eigenen Staat verweigert hat. Sie werden aktuell im Norden Syriens von den Türken mit NATO-Waffen stark bedrängt und kämpfen andererseits teils mit westlicher Unterstützung erfolgreich gegen den von Süden angreifenden ‘IS’.

Kaum bekannte geschichtliche Hintergründe zu den aktuellen Konflikten im Nahen Osten nennt die TOPIC 1/2016, Seite 8. Übrigens gibt es immer mehr Belege für die direkte Beteiligung des US-Regimes am Entstehen des IS – dazu auch in der TOPIC 8/2016, Seite 5-6.Syrien-Kriegsparteien

Update vom 31.12.2016:

Die westliche Propaganda rund um den Syrien-Konflikt in den Massenmedien und offiziellen Verlautbarungen der Bundesregierung bis hin zu Merkels Neujahrsansprache ist unerträglich. Dazu ein ausgezeichnetes kurzes Statement der kanadischen Journalistin Eva Bartlett auf einer UN-Veranstaltung.

Eine der besten Nachrichten des Jahres 2016 war für mich die Rückeroberung Ost-Aleppos durch die Regierungsarmee mit Unterstützung Russlands, was vermutlich der Anfang vom Ende des Stellvertreterkrieges im Lande ist und Syrien hoffentlich vor dem Schicksal des Irak bewahrt.
Und was macht der verlogene Westen? Er lamentiert über eine angebliche humanitäre Katastrophe bei der ‘Flucht der Zivilbevölkerung’ aus diesen Stadtteilen, die doch gar nicht mehr nötig ist, und womit er doch eigentlich ein ganz anderes Ziel verfolgt: seine eigenen ‘wertvollen’ Kämpfer (von nützlichen Islamisten-Idioten bis hin zu US-‘Militärberatern’) möglichst zahlreich und heil aus der Stadt zu bekommen, um sie noch anderswo im Land einsetzen zu können.

Update vom 1.+8.10.2016:

Zuspitzung des Militär-Konflikts im September 2016

Derzeit beklagt sich das westliche Establishment ja wieder besonders lautstark über die militärischen Aktionen der syrischen Regierungsarmee und der mit ihnen verbündeten Russen — so bezeichneten Obama & Merkel kürzlich die schweren Luftangriffe gegen den von ‘gemäßigten’ Rebellen gehaltenen Ostteil der Großstadt Aleppo als ‘barbarisch’, wobei wie immer unterschlagen wird, dass das US-Regime die Schuld an dem Krieg in Syrien trägt. Bei solchen Bombardements kommen sicherlich auch einige Unschuldige ums Leben — aber als die Amis beispielsweise in einem ihrer Irak-Kriege wesentlich massiver Bagdad bombardierten, waren die dadurch verursachten Verluste unter der dortigen Zivilbevölkerung in den Augen des Westens nichts weiter als nebensächliche und verzeihliche Kollateralschäden. Es wird ständig mit zweierlei Maß gemessen, um von der eigentlichen Sachlage und insbesondere der eigenen Schuld abzulenken.

So auch, als am 19.9. ein angeblicher UN-Hilfskonvoi für Aleppo angeblich aus der Luft bombardiert wurde, und in den westlichen Medien sofort Assads und Putins Truppen als Täter verdächtigt wurden, was überhaupt keinen Sinn macht. Und das, obwohl der Konvoi genauso gut von einer pro-amerikanischen Rebellengruppe mittels Artillerie beschossen worden sein könnte. Übrigens  war der Konvoi eher vom Roten Halbmond als von den Vereinten Nationen, und nach russischen Informationen hatte er seine Ladung bereits in Aleppo abgeliefert. Egal von wem der Angriff auf den Hilfskonvoi kam und ob er mit Absicht erfolge oder nicht, kam er gerade wie gerufen, um von einer deutlich größeren ‘Fehlleistung’ des US-Militärs und ihrer NATO-Vasallen in Syrien abzulenken.

Die westlichen Militärs, welche in Syrien seit Jahren ohne jegliche Legitimation (etwa UN-Mandat, oder wie im Falle der Russen ein Hilferuf der demokratisch gewählten syrischen Regierung) im Sinne des US-Regimes und seiner sunnitischen Vasallen agieren, mal wieder besonders dreist oder sträflich fahrlässig, als sie – während der vereinbarten Waffenruhe – am 17.9. einen Militärstützpunkt der syrischen Regierungstruppen in der Provinz Dair as-Saur angriff und dabei ca. 70 Soldaten töte und ca. 100 verletzte. Schnell wurden weitere für den Westen nicht gerade schmeichelhafte Einzelheiten bekannt, die aber in unseren Massenmedien kaum Beachtung fanden. Was hätte es andererseits für einen Aufschrei im Westen gegeben, wenn sich russische Kampfflieger etwa in der Ukraine Ähnliches geleistet hätten. Dazu ein m.E. sehr treffender Kommentar:

Sollte es sich wirklich um „Versehen“ handeln, was ich nicht glauben kann, wären die Konsequenzen klar. Jemand der eine derart miserable Aufklärung hat darf nicht im Besitz von Waffen sein und schon gar nicht als „Weltpolizei“ in der Gegend herumballern. Raketen und Waffen weg, Backförmchen und Knete hin.

Die Versehens-Behauptung erinnert fatal an einen Vorfall vor fast einem Jahr in Afghanistan, wo die Amis ebenfalls eigentlich nichts zu suchen haben, aber vor Allem wohl deswegen dort sind, um den Opiumanbau anzukurbeln und zu schützen. Am 3. Oktober 2015 bombardierten sie ein Krankenhaus im Kundus in Schutt und Asche – und das obwohl die dort tätige Hilfsorganisation “Ärzte ohne Grenzen” ihnen immer wieder die Koordinaten des Hauses durchgegeben hatte. Das US-Militär sprach von ‘menschlichem Versagen’ des Kampfflugzeug-Piloten. Wenn dort “nur” einheimische Mediziner tätig gewesen wären, hätten die Amis das Ganze womöglich sogar noch vertuschen können, geschweige denn sich für den üblen Vorfall zu entschuldigen.

Fakt ist jedenfalls, dass der barbarische Angriff der Amis & Co. auf die syrische Armee in der Nähe des Deir-ez-Zor-Flughafens eine kräftige militärische Hilfestellung für den IS war, den die gerade dort zusammengezogenen Einheiten bekämpfen wollten. So konnten die Islamisten dank der NATO-Schützenhilfe viel leichter eine Offensive gegen die Regierungstruppen starten, wie auch syrische Quellen meldeten. Man sieht hier mal wieder deutlich, wer die eigentlichen Günstlinge des US-Regimes in Syrien sind.

Am 21.9. haben die Russen offenbar im Sinne der syrischen Regierung militärische Vergeltung geübt, indem sie vom Mittelmeer aus mit Missiles eine geheime Aufklärungs- und Kommandozentrale im Gebirge Sam’an in der Dar Ta Izzah (Dar Ezza)-Region westlich von Aleppo angriffen, die offenbar die Angriffe auf Aleppo und Idlib und auch die “versehentliche” Bombardierung der syrischen Eliteeinheit am 17.9. koordiniert hatte. Das scheint ein Volltreffer gewesen zu sein, der 30 israelische, US-amerikanische, türkische, saudische, katarische und britische Offiziere liquidierte. Was hört man über das Ganze in den westlichen “Qualitätsmedien”? Nichts. Immerhin greift ein amerikanisches Militärmagazin einen Artikel der Fars News darauf, wobei es auch (ziemlich fehlerhaft) auf russische Medien und einen lesenswerten Artikel des kanadischen GlobalResearch Centers referenziert.

Der Konflikt zwischen Amis und Russen in Syrien droht wieder zu eskalieren. Am 28.9. kommentierte Finian Cunningham:

The crescendo of US-led condemnations against Syria and Russia over alleged humanitarian crimes in Syria grows louder by the day. […]

Emoting about humanitarian concerns is a well-worn prelude for NATO barbarism on behalf of Washington’s geopolitical interests. Crocodile tears followed by bombs. And no better person to carry out this subterfuge than UN ambassador Samantha Power.

Angesichts der Entwicklungen in Syrien warnte der amerikanische Ökonom und Publizist und ehem. stellv. US-Finanzminister Paul Craig Roberts am 30.9.2016:

Pundits have declared a “New Cold War.” If only! The Cold War was a time when leaders focused on reducing tensions between nuclear powers. What we have today is much more dangerous: Washington’s reckless and irresponsible aggression toward the other major nuclear powers, Russia and China. […]

Yes, please, a new Cold War. We need one desperately, a conflict responsibly managed in place of the reckless, insane drive for world hegemony emanating from the crazed, evil criminals in Washington who are driving the world to Armageddon.

Ein sehr besorgter Francis Dunford, Jr., General des Marine Corps und Chairman of the Joint Chiefs of Staff, sagte bei einem Kongress-Hearing am 22.9., dass die Einrichtung einer Flugverbotszone über Syrien zum gegenwärtigen Zeitpunkt „Krieg gegen Russland und Syrien“ bedeuten würde. Er sei nicht in der Lage, eine solch weitreichende Entscheidung zu treffen. Die Mitglieder des Ausschusses hielten den Atem an – bis der republikanische Senator John McCain den sichtlich in die Ecke gedrängten General mit scharfen Worten nötigte, seine Aussage zu relativieren. Auf solch dramatische Weise wurde in den USA derzeit öffentlich über eine – möglichst heimliche, aber drastische Ausweitung des Syrien-Krieges diskutiert, wobei Außenminister Kerry weiter für eine politische Lösung plädiert.

Inzwischen rasseln die USA und Russland gegeneinander so heftig mit den Säbeln wie schon lange nicht mehr. US-Generalstabchef Mark Milley sagte am 5.10. in sehr scharfem Ton:

General Milleys WarnungI want be clear to those around the world who want to destroy our way of life and those of our friends and allies. […]
The US military, despite all our challenges, will stop you, and we will beat you harder than you have ever been beaten before. […]
We will destroy any enemy, anywhere, any time.

Nach dem amerikanischen Militär-Chef sei ein 3. Weltkrieg “fast garantiert”, und General William Hix ergänzte, dieser werde “extrem tödlich und schnell” sein.
Am 6. 10. teilte das russische Verteidigungsministerium mit, dass jeder Angriff auf die syrische Armee durch die US-geführte Allianz als Bedrohung für die russischen Soldaten in Syrien betrachtet und entsprechend militärisch beantwortet werde. Igor Konaschenkow, der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, warnte:

“In Syrien sind mit Hilfe Russlands sehr starke und effektive Luftabwehrsysteme aufgestellt worden, die jene Jets, die es auf Positionen der Syrisch Arabischen Armee abgezielt hätten, neutralisieren würden. Deren Wirkungsradius könnte für unbekannte Flugobjekte eine Überraschung sein. Den Hitzköpfen sollte klar sein, dass wir nach dem Angriff der Koalition auf die syrischen Truppen in Deir ez-Zor alle notwendigen Maßnahmen ergriffen haben, um solche Fehler gegen die russischen Soldaten und Militärobjekte in Syrien unmöglich zu machen.“

Propaganda-Foto aus Aleppo

[Aleppo: Kind als Propagandaträger]Dieses Foto eines verletzten Jungen aus Aleppo ging im August um die Welt. So herzzerreißend und symbolträchtig es ist, so üble Kriegspropaganda wird damit im Sinne der heuchlerischen westlichen Machthaber betrieben – in die gleiche Richtung wie die Brutkasten-Lüge von 1990 zur scheinbaren Rechtfertigung des ersten Überfalls auf den Irak und das Foto des toten syrischen ‘Flüchtlings’-Jungen an einem türkischen Strand vom letzten Sommer -und wie immer fallen (fast) alle drauf rein 🙁

In Anlehnung an die amerikanischen wollen auch die deutschen ‘Qualitätsmedien’ damit doch erneut bloß die Russen verunglimpfen, welche im Gegensatz zu den Amis tatsächlich gegen den ‘IS’ & Co. in Syrien vorgehen. Noch relativ ausgewogen hat der Münchner Merkur (bzw. das damit verbundene Oberbayerische Volksblatt, OVB) das Ganze dargestellt.

Es sollte einen schon mal stutzig machen, dass hier Kinder zum Abfotografieren in einen offensichtlich nagelneuen Rettungswagen gesteckt werden. Wenn die Lage so dramatisch und die ‘Aktivisten’ so hilfsbereit sind, wie es dargestellt wird, dann hätte das Fahrzeug kräftige Gebrauchsspuren und man hätte keine Zeit, solche Fotoshootings zu veranstalten.

Schlimm genug, dass das Kind und seine Familie einen Luftangriff auf ihr Haus in Aleppo erlebten und dabei verletzt wurden. Mal ganz davon abgesehen, wer diesen Angriff ausführte – von westlicher Seite wird natürlich unterstellt, dass es die Russen oder Assads Regierungstruppen waren. Wahrscheinlicher aber ist, dass es die sog. ‘gemäßigten Rebellen’ bzw ‘IS’-Kämpfer waren, also Islamisten, die mit Sicherheit keinerlei Skrupel haben und vom Westen mit Waffen versorgt werden, um die Drecksarbeit für dessen Imperialismus zu leisten.

Nun wird das Kind auch noch als Ikone des angeblich gerechten (und damit in ihren Augen auch noch alle Mittel rechtfertigenden) bewaffneten Widerstandes syrischer(??) Oppositioneller gegen den gewählten Präsidenten des Landes hochstilisiert.

Außerdem hatte der Junge die zweifelhafte Ehre, von einem Fotografen abgelichtet zu werden, der offenbar am 5. August mit einer Gruppe ‘gemäßigter Rebellen’ posierte, die anscheinend ein paar Wochen zuvor vor laufender Videokamera ein syrisches Kind enthauptet hatte.

Update vom 27.3.2016

Am 14.3. gab Russland bekannt, einen Großteil seiner Truppen aus Syrien abzuziehen, was für die meisten sehr überraschend kam und von den westlichen Propagandisten mit unverblümt argwöhnischem Unterton und mit Falschinformationen garniert gemeldet wurde. Offenbar basierte die Entscheidung auf einer Kombination strategischer Gründe, wie sie ähnlich auch von syrischen Aktivisten gesehen werden:

  • Von vornherein war die direkte militärische Unterstützung der Assad-Regierung als eine auf wenige Monate beschränkte Intervention geplant. Der Kreml wollte bestimmt unbedingt eine Wiederholung der extrem schlechten Erfahrungen der Sowjetunion im Afghanistan-Krieg, wie auch die der Amerikaner in Vietnam und im Irak vermeiden, also unbedingt einen kräftezehrenden Dauerkrieg vermeiden.
  • Nachdem entscheidende taktische Ziele wie das Abschneiden der türkischen Versorgungswege für den ‘IS’ inzwischen erreicht sind, die Rückeroberung Aleppos aus den Händen der Islamisten wohl nur noch eine Frage der Zeit ist und die syrischen Truppen wieder die Oberhand im Land gegen die von westlicher Seite favorisierten ‘Rebellen’ haben, kann die teure Präsenz russischer Truppen stark verringert werden.
  • Offenbar rüsten die Amis bzw. die Saudis ihre ‘guten Rebellen’ (etwa: die mit der Al Qaida verwandte Al-Nusra-Front!) bald mit hochportablen Boden-Luft-Raketen aus, die für syrische und russische Bomber eine ernste Gefahr sind, sofern sie nicht mit neuester Abwehrtechnik ausgestattet sind, und es wird daher spekuliert, dass das mit ein Grund ist, sich erst mal taktisch zurückzuziehen.
  • Es bleiben allerdings zwei russische Bataillone, hochmoderne Luftabwehrraketen und schlagkräftige T-90-Kampfpanzer vor Ort, und sie können jederzeit bei Bedarf wieder verstärkt werden.
  • Die Russische Föderation konnte demonstrieren, dass sie nicht nur ähnlich wie die USA und ihre Vasallen in der Lage ist, entscheidend in Konflikte im Ausland einzugreifen, sondern sogar, dass sie dies mit relativ geringem militärischen Aufwand und in recht kurzer Zeit erfolgreich tun kann.
  • Die russische (ähnlich wie sonst die US-amerikanische) Militärindustrie konnte interessierten Ländern wie dem Iran deutlich machen, wie effektiv ihre Waffen sind.
  • Mit einer zu erwartenden spürbaren Verringerung des Flüchtlingsstromes aus Syrien konnte Russland besonders bei EU-Staaten wie Italien und Ungarn punkten, die durch die aktuelle Migrationskrise besonders in Mitleidenschaft gezogen wurden, und kann damit hoffen, eine Verlängerung der von den Amis eingefädelten EU-Wirtschaftssanktionen gegen Russland im Juli zu verhindern, zumal diese einen einstimmigen Beschluss der EU-Staaten erfordert.
  • Die russische Regierung wollte ein starkes politisches Signal für die bevorstehenden neuen Friedensgespräche in Genf senden. Möglicherweise setzt sie damit auch den Verbündeten Assad unter Druck, eine gewisse Kompromissbereitschaft zu zeigen.

Aleppo-FrontDank der Vorarbeit durch russische Bombardements  gelang der syrischen Armee am Ostersonntag die Befreiung Palmyras vom ‘IS’. Die US-Militärführung gab zur gleichen Zeit an, den zweitwichtigsten Anführer des ‘IS’ erledigt zu haben.
[Nachtrag:] Der Ober-Hetzer des ‘Islamischen Staates’, der 2014 im Irak und Syrien ein ‘Kalifat’ ausgerufen und große Terroranschläge wie die von Paris und Brüssel angezettelt hat, ist Ende August 2016 unter die ‘Märtyrer’ gegangen – mit anderen Worten, er ist seinem eigenen ‘Dschihad’ zum Opfer gefallen. Ob er durch die Amis oder die Russen liquidiert wurde, ist unklar – beide beanspruchen die erfolgreiche Aktion für sich.

Trotz des allgemeinen Waffenstillstands wird um Aleppo weiter gekämpft. Am 24.3. startete die irakische Armee, unterstützt offenbar von den USA, nochmal eine Großoffensive zur Rückeroberung Mossuls (ehem. Ninive), der letzten großen ‘IS’-Hochburg im Irak.

Wir können danken, dass statt der drohenden internationalen Eskalation des Konflikts sich die Lage jedenfalls vorläufig entspannt hat. Beten wir dafür, dass auch Aleppo und Mossul bald von den Islamisten befreit werden. Dann besteht gute Hoffnung, dass die militärische Gewalt des ‘IS’ in Syrien und im Irak im Wesentlichen gebrochen ist.IS-Aleppo-Palmyra-Mossul weiterlesen

Petrodollar: wer daran rüttelt, bezahlt mit seinem Leben.

Der U$-amerikanische Dollar ist eine noch größere Luftnummer als money cartel noteder €uro. Er konnte nur deswegen so lange überleben, weil die Welt-Erdölreserven in dieser Währung gehandelt werden und seine in Nordamerika angesiedelten Protagonisten und Nutznießer nicht davor zurückschrecken, dieses System mit Waffengewalt am Laufen zu halten (und sich auch noch dieses Vorgehen vom Rest der Weltbevölkerung querfinanzieren zu lassen). Wenn es ums Überleben ihrer Schrottwährung geht, verstehen die lieben Amis keinen Spaß.money cartel notemoney cartel note weiterlesen

Erst durch die Amerikaner wurden im Irak die Pforten der Hölle geöffnet!

In Reaktion auf einen Kommentar in der ‘Welt’ mit dem Titel: ‘Ohne Amerika öffnen sich die Tore der Hölle‘. Der Schreiber des Artikels ist wohl auch Opfer der Volksverdummung in unseren Massenmedien, oder er trägt sogar selbst bewusst dazu bei.

Den US-Regime ist es zu verdanken, dass so etwas wie die „Islamischer-Staat“-(ISIS)-Kampfgruppen – und viele viele andere übelste Grausamkeiten – im Irak und anderswo überhaupt möglich wurden.  Und dass diese nicht schon längst vernichtet sind.

mit Updates vom März und April 2015
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Irak: Verfolgung der Christen und Jesiden und westliche Hilfe

Aus Mossul, der zweitgrößten irakischen Stadt, die auf das biblische Ninive zurückgeht, haben die ISIS-Kämpfer im Juni/Juli 2014 alle Christen vertrieben.  Sie zerstörten auch das 2700 Jahre alte Grab des Propheten Jona. Unter dem von US-Truppen gestürzten Saddam Hussein hatten Christen und andere religiöse Minderheiten noch relativ gute Lebensbedingungen – jetzt werden sie erpresst, gejagt, vergewaltigt, gefoltert und ermordet.

Im Jahr 2000 lebten noch 1,5 Mio Christen im Irak; im Dezember 2013 waren es nur noch 300.000, und zuletzt etwa 5000. weiterlesen